Bibelausleger

🤓 Das Wichtigste in Kürze

  • Was findest du hier? Eine Übersicht aller Bibelausleger, deren Werke auf WORTWELT.net in moderner Sprache verfügbar sind.
  • Welcher Ansatz? Wir arbeiten mit Auslegern, die historische Gründlichkeit mit theologischer Tiefe verbinden und die Bibel als Gottes Wort ernst nehmen.
  • Wer ist aktuell verfügbar? Adolf Schlatter mit dem Johannesevangelium (weitere Werke folgen). Zusätzliche Autoren sind in Planung.
  • Wie werden Autoren ausgewählt? Nach theologischer Qualität, wissenschaftlicher Reputation und der Fähigkeit, komplexe Inhalte verständlich zu vermitteln.

Warum verschiedene Ausleger?

Die Bibel ist ein reiches Buch. Kein einzelner Mensch kann alle ihre Facetten erfassen. Jeder Ausleger bringt seine eigene Perspektive mit. Seine eigene Zeit. Seine eigene Tradition. Seine eigenen Stärken.

Der eine ist Historiker – er zeigt uns die Welt des Alten Orients. Der andere ist Theologe – er entfaltet die Lehre. Der dritte ist Seelsorger – er zeigt die praktische Anwendung.

Deshalb sammeln wir hier verschiedene Stimmen. Nicht als Beliebigkeit. Sondern als Bereicherung. Jeder Ausleger hilft uns, die Schrift tiefer zu verstehen.

Verfügbare Autoren

1. Adolf Schlatter (1852–1938)

Kerngedanke: Der “Realist” unter den Theologen – historisch gründlich, theologisch klar, geistlich tief.

Adolf Schlatter war ein Mann, der die Theologie auf den Boden zurückholen wollte. Geboren 1852 in St. Gallen, gestorben 1938 in Tübingen, verbrachte er sein Leben damit, die biblischen Texte so auszulegen, wie sie gemeint waren: nah am Text, nah an der Geschichte, nah am Leben.

Man nannte ihn den “Realisten” unter den Theologen. Während andere seiner Zeit die Bibel mit philosophischen Theorien überzogen, fragte Schlatter: Was steht da eigentlich? Was hat der Verfasser gemeint? In welcher Welt hat er gelebt?

Seine Methode:

Schlatter liest die Bibel mit drei Fragen:

  1. Historisch: Was war die Situation? Wer war der Verfasser? An wen schrieb er?
  2. Theologisch: Was sagt der Text über Gott? Was bedeutet er für die Lehre?
  3. Praktisch: Was bedeutet das für das Leben? Wie wirkt sich das aus?

Diese Dreifachperspektive macht seine Auslegungen bis heute wertvoll.

Seine Werke auf WORTWELT.net:

Verfügbar:

  • Das Johannesevangelium verstehen (2 Kapitel online, weitere folgen wöchentlich)

In Arbeit:

  • Das Matthäusevangelium verstehen (geplant 2026)
  • Das Markusevangelium verstehen (geplant 2026)
  • Das Lukasevangelium verstehen (geplant 2026)
  • Der Römerbrief verstehen (geplant 2026)
  • Der Galaterbrief verstehen (geplant 2027)

→ Alle Werke von Adolf Schlatter ansehen

Weitere Autoren (in Planung)

Die Arbeit mit zusätzlichen Auslegern ist in Vorbereitung. Dabei achten wir auf:

  • Theologische Qualität – wissenschaftlich fundiert und exegetisch gründlich
  • Konfessionelle Breite – verschiedene evangelische Traditionen (reformiert, lutherisch, freikirchlich)
  • Zeitliche Vielfalt – klassische und zeitgenössische Stimmen
  • Verständlichkeit – Fähigkeit, komplexe Inhalte zugänglich zu machen
  • Geistliche Tiefe – die Bibel als lebendiges Wort Gottes lesen

Geplant sind unter anderem Werke aus den Bereichen:

  • Reformatorische Theologie (Calvin, Luther)
  • Puritanische Auslegung (Owen, Henry)
  • Moderne evangelikale Exegese
  • Apologetische Bibelauslegung

Hinweis: Die Auswahl fokussiert sich auf Ausleger, die die historische Zuverlässigkeit und göttliche Autorität der Bibel anerkennen.


Nach theologischer Tradition

Reformierte Tradition

Die reformierte Tradition betont Gottes Souveränität und die Autorität der Schrift. Ausleger dieser Tradition achten besonders auf die systematische Kohärenz der biblischen Lehre.

Vertreter: Adolf Schlatter (teilweise), weitere in Planung


Lutherische Tradition

Die lutherische Tradition legt Wert auf die Unterscheidung von Gesetz und Evangelium und auf die Rechtfertigungslehre als Zentrum der Schrift.

Vertreter: In Planung


Freikirchliche Tradition

Die freikirchliche Tradition betont die praktische Anwendung, die Gemeinschaft der Gläubigen und oft einen heilsgeschichtlichen Zugang zur Schrift.

Vertreter: In Planung


Nach historischer Epoche

Jahrhundert

Das 19. Jahrhundert brachte eine Fülle exzellenter Bibelausleger hervor, die historisch-kritische Methoden mit geistlicher Tiefe verbanden.

Vertreter: Adolf Schlatter (1852–1938)


Jahrhundert

Das 20. Jahrhundert sah eine Rückbesinnung auf die Autorität der Schrift nach den Krisen der liberalen Theologie.

Vertreter: In Planung


Jahrhundert

Zeitgenössische Ausleger verbinden moderne Erkenntnisse der Archäologie und Sprachwissenschaft mit bewährter theologischer Methodik.

Vertreter: In Planung


Auswahlkriterien

Was uns wichtig ist:

Theologische Qualität

  • Wissenschaftlich fundierte Exegese
  • Kenntnis der Ursprachen (Hebräisch, Griechisch)
  • Vertrautheit mit dem historischen Kontext
  • Gründliche Textarbeit

Theologische Position

  • Anerkennung der Bibel als Gottes Wort
  • Respekt für ihre historische Zuverlässigkeit
  • Christuszentrierte Auslegung
  • Trinitarisches Bekenntnis

Vermittlungsfähigkeit

  • Klarheit der Darstellung
  • Strukturierte Argumentation
  • Verständliche Sprache (im Original oder übersetzbar)
  • Praktische Relevanz

Bleibende Bedeutung

  • Anerkannte Reputation in der Theologie
  • Zeitlose Einsichten
  • Geistliche Tiefe
  • Historische Wirkung

Wie die Neubearbeitungen entstehen

Schritt 1: Auswahl

Wir wählen Werke aus, die:

  • Theologisch substanziell sind
  • Sprachlich modernisiert werden müssen
  • Für heutige Leser relevant bleiben
  • Gemeinfrei oder lizenziert sind

Schritt 2: Bearbeitung

Jeder Text wird sorgfältig neu geschrieben:

  • Moderne Sprache – ohne die theologische Substanz zu verändern
  • Klare Struktur – mit Überschriften, Kerngedanken und Zusammenfassungen
  • Zusätzliche Hilfen – FAQ-Blöcke, Kontextinformationen, Querverweise

Schritt 3: Qualitätskontrol­le

Vor der Veröffentlichung prüfen wir:

  • Theologische Treue zum Original
  • Sprachliche Klarheit
  • Strukturelle Kohärenz
  • Faktische Korrektheit

Schritt 4: Kontinuierliche Verbesserung

Nach der Veröffentlichung:

  • Feedback von Lesern einarbeiten
  • Fehler korrigieren
  • Ergänzungen hinzufügen
  • Updates dokumentieren

Häufig gestellte Fragen

Nach welchen Kriterien werden Autoren ausgewählt?
Die Auswahl erfolgt nach vier Hauptkriterien: (1) Theologische Qualität und wissenschaftliche Reputation, (2) Anerkennung der Bibel als Gottes Wort und ihrer Zuverlässigkeit, (3) Fähigkeit, komplexe Inhalte verständlich zu vermitteln, (4) Bleibende Bedeutung über ihre Zeit hinaus. Wir bevorzugen Werke, die gemeinfrei sind oder für die wir eine Bearbeitungslizenz erhalten können.

Warum nur evangelikale/konservative Ausleger?
Der Fokus liegt auf Auslegern, die die Bibel als autoritatives Wort Gottes ernst nehmen. Das schließt verschiedene evangelische Traditionen ein (reformiert, lutherisch, freikirchlich, anglikanisch), nicht aber Ansätze, die die göttliche Autorität oder historische Zuverlässigkeit der Schrift grundsätzlich in Frage stellen. Innerhalb dieses Rahmens gibt es durchaus unterschiedliche Perspektiven.

Werden die Originaltexte verändert?
Die theologische Substanz bleibt unangetastet. Was sich ändert, ist die sprachliche Form: Verschachtelte Sätze werden aufgelöst, veraltete Begriffe modernisiert, die Struktur durch Überschriften verdeutlicht. Bei theologisch strittigen Punkten werden auch andere Sichtweisen erwähnt. Die Originale bleiben als Referenz bestehen.

Kann ich als Leser Autoren vorschlagen?
Ja, gerne! Wenn Sie einen Bibelausleger kennen, dessen Werk hier verfügbar sein sollte, kontaktieren Sie uns. Wichtig ist, dass die Auswahlkriterien (siehe oben) erfüllt sind und das Werk bearbeitet werden darf (gemeinfrei oder Lizenz möglich).

Werden auch katholische oder orthodoxe Ausleger berücksichtigt?
Aktuell liegt der Schwerpunkt auf evangelischen Auslegern, da sich die Hermeneutik (Auslegungsmethode) dort am stärksten mit dem Ansatz dieser Seite deckt. Langfristig können auch ökumenisch wertvolle Werke hinzukommen, sofern sie die Grundkriterien erfüllen.

Wie unterscheiden sich die Ausleger voneinander?
Jeder Ausleger hat seine eigene Stärke: Manche sind besonders gut im historischen Kontext, andere in der theologischen Systematik, wieder andere in der praktischen Anwendung. Manche schreiben akademisch, andere seelsorgerlich. Diese Vielfalt ist bewusst gewollt – verschiedene Leser profitieren von verschiedenen Zugängen.

Werden auch zeitgenössische Ausleger aufgenommen?
Ja, das ist geplant. Der Vorteil zeitgenössischer Werke: Sie berücksichtigen neueste archäologische Funde und sprachwissenschaftliche Erkenntnisse. Der Nachteil: Ihre bleibende Bedeutung muss sich erst noch erweisen. Wir werden sowohl klassische als auch moderne Werke anbieten.

In welcher Reihenfolge werden neue Autoren ergänzt?
Das hängt von mehreren Faktoren ab: (1) Verfügbarkeit der Werke (gemeinfrei oder lizenziert), (2) Nachfrage der Leser, (3) Komplementarität zum bestehenden Angebot, (4) Bearbeitungsaufwand. Adolf Schlatter hat Priorität, weil seine Werke gemeinfrei, theologisch hochwertig und stilistisch gut modernisierbar sind.


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Zuletzt aktualisiert: November 2025

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